Institut für Humangenetik

Medizinische Universität Graz

PCR (polymerase chain reaction)

Die PCR (polymerase chain reaction) gilt als Standardmethode im molekularbiologischen Labor und dient der effizienten und schnellen Vervielfältigung von kurzen, definierten DNA-Abschnitten.

 

In einer PCR-Reaktion werden die Patienten-DNA, die spezifischen Primer, die 4 Nukleotide (dNTPS; Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin), ein Puffer und eine thermostabile DNA-Polymerase eingesetzt. Die Primer sind kurze Oligonukleotide, welche das Produkt flankieren und somit gezielt einen Abschnitt auf der DNA definieren.

3 Temperaturschritte bilden einen PCR-Zyklus, welcher ca. 30 bis 40 mal wiederholt wird:

- Denaturieren - bei 95 °C werden aus den DNA-Doppelsträngen Einzelstränge.

- Annealing - die Primer lagern sich bei einer Temperatur von 50 - 65 °C an die Einzelstränge.

- Elongation- bei ca. 72 °C baut die Polymerase die jeweiligen Nucleotide in die DNA ein.

 

Praktische Anwendung findet die PCR zB um vor einer Sequenzierung den gewünschten DNA-Bereich zu vervielfältigen. Mittels PCR können aber auch mit Hilfe von definierten Primern Mutationen (einzelne Basenaustausche oder kleine Deletionen) bestätigt oder ausgeschlossen werden (zB ARMS-PCR).

Um Konatminationen im Ablauf zu vermeiden, wird - gemäß ISO15189 - in unserem Labor die PCR in Prä- und Post-PCR Räumen durchgeführt.

  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT